Am 19. November 2025 fand eine weitere Ausgabe von QUEER* IN TECH bei IBM Österreich statt. Unter dem Titel „Responsible AI – Verantwortung heute, Wirkung morgen“ kamen zahlreiche Interessierte zusammen, um die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz aus einer inklusiven und verantwortungsvollen Perspektive zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Astrid G. Weinwurm-Wilhelm (Pride Biz Austria) gab Christian Steinmetz (IBM Österreich) zunächst einen Einblick in den Stellenwert von Responsible AI bei IBM. Er zeigte auf, wie verantwortungsvolle KI-Entwicklung als strategisches Thema verstanden wird und warum Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen entscheidende Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI in Unternehmen sind.
Im Anschluss nahm Dr. Isabel Dregely (Kompetenzfeldleiterin Artificial Intelligence & Data Analytics an der FH Technikum Wien) das Publikum mit auf eine spannende Reise durch die aktuelle Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz. Sie verdeutlichte, wie rasant sich KI in den vergangenen Jahren verändert hat – von spezialisierten Anwendungen in Bereichen wie Medizin, Mobilität oder Bildung bis hin zu generativen Sprachmodellen, die heute für Millionen Menschen selbstverständlich geworden sind. Dabei machte sie deutlich, dass KI heute unsere Sprache spricht und dadurch so zugänglich ist wie nie zuvor – gleichzeitig aber keineswegs intuitiv funktioniert. Gerade deshalb seien technisches Verständnis, kritisches Hinterfragen und Medienkompetenz wichtiger denn je.
Der Mensch bleibt im Mittelpunkt
Dr. Isabel Dregely erläuterte, dass KI-Systeme bestehende gesellschaftliche Verzerrungen (Bias) aus Trainingsdaten übernehmen können und deshalb Diversität bereits bei der Entwicklung, Datenauswahl und Qualitätssicherung mitgedacht werden muss. Responsible AI bedeutet weit mehr, als regulatorische Vorgaben einzuhalten: Es geht darum, Transparenz zu schaffen, Risiken zu verstehen und den Menschen bewusst in den Mittelpunkt aller Entscheidungen zu stellen. Gerade in sensiblen Bereichen wie Recruiting, Medizin oder Softwareentwicklung braucht es weiterhin menschliche Verantwortung, ethische Reflexion und vielfältige Teams.
Besonders eindrucksvoll war dabei die positive Grundhaltung der Vortragenden: KI wurde nicht als Bedrohung, sondern als Werkzeug verstanden, das enormes Potenzial für Innovation, Barrierefreiheit und gesellschaftlichen Fortschritt bietet – vorausgesetzt, wir gestalten ihre Entwicklung aktiv mit. Die zentrale Botschaft des Abends lautete daher: Je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger wird der Mensch. Verantwortung, Kontextwissen, Empathie und ethische Entscheidungen lassen sich nicht automatisieren und bleiben auch künftig unverzichtbar.
Offener Austausch über die Zukunft der KI
Im anschließenden Real Talk entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Themen waren unter anderem europäische KI-Souveränität, Datenschutz, der verantwortungsvolle Einsatz generativer KI im Unternehmensalltag, zukünftige Berufsbilder sowie die Frage, wie wir KI aktiv und divers mitgestalten können. Deutlich wurde dabei, dass Responsible AI weit über technische Fragestellungen hinausgeht und eng mit Inklusion, Unternehmenskultur und gesellschaftlicher Verantwortung verbunden ist.
In der Diskussion wurde deutlich: Responsible AI ist weit mehr als ein Tech-Thema. Es betrifft Inklusion, Unternehmenskultur und die Frage, wie wir Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung in die digitale Zukunft mitdenken.
Wir danken allen Teilnehmenden für den regen Austausch sowie IBM Österreich für das großzügige Hosting. Ein besonderer Dank gilt auch unserem QUEER*IN TECH Founding Member FH Technikum Wien für den inhaltlichen Input und die finanzielle Unterstützung.
Über QUEER* IN TECH
QUEER* IN TECH ist eine gemeinsame Initiative von IBM, FH Technikum Wien, TU Wien und Pride Biz Austria. QUEER* IN TECH verfolgt das Ziel, Vielfalt in technischen Berufsfeldern sichtbar zu machen und nachhaltige LGBTIQ+-Inklusion in der Tech-Branche voranzutreiben.
Die Initiative richtet sich an Mitarbeitende der Tech-Branche, Führungskräfte, Studierende sowie MINT-Fachkräfte und unterstützt Organisationen dabei, Barrieren für queere Personen abzubauen.
Bilder (c) Pride Biz Austria / Viktoria Morgenstern
Bilder (c) Pride Biz Austria / Viktoria Morgenstern










































































































































